Jeder kritische Demonstrant auf der Straße ist der Regierung unerwünscht.

Denn eine Demonstration bedeutet meistens, dass Bürger mit Zuständen nicht zufrieden sind. Zustände die die Regierung zu verantworten hat. Damit sind Demonstranten eine offen sichtbares Zeichen von Missständen und Kritik an der Regierungspolitik.

Davon wollen die Politiker natürlich nichts wissen. Die Medien sind dabei sehr behilflich.

  1. Themen und Ziele der Demonstranten werden nur so knapp wie irgendwie möglich erwähnt. Konkrete sachliche kritische Argumente gleich gar nicht.
  2. Die Teilnehmerzahlen systemkritischer Bewegungen werden von offizieller Seite immer heruntergespielt. Damit wird erstens deren Bedeutung abgewertet und zweitens lässt sich eine kleine Anzahl leichter als Randgruppe, Außenseiter oder Spinner darstellen.
  3. Man berichtet dafür meist ausschließlich und ausgiebig über negative Vorkommnisse auf der Demonstration, wenn ein paar wenige Demonstranten „Krawall“ gemacht haben. Das kommt vor und lässt sich in jedem Fall leicht konstruieren. Es wird auch mit dem Infiltrieren von Provokateuren nachgeholfen, wie wir auf dem Trauermarsch in Chemnitz erfahren mussten.
  4. Man versucht die ganze Masse der Demonstranten als Randgruppen zu diffamieren. Das wird umso unglaubhafter, je mehr Demonstranten auf der Straße sind:

Ein paar Hundert können als Nazis dargestellt werden

Ein paar Tausend sind Rechte, Verschwörungstheoretiker, Esoteriker usw.

Ein paar Hundertausende, und man spricht mittlerweile von einer „selbsternannten bürgerlichen Avantgarde“ …

Da fragt man sich, wie bitte schön „darf“ nach Vorstellung der „hohen Herren und Damen“ von der Regierung eine Demonstration denn überhaupt aussehen, die die Regierung kritisiert? Denn genau dafür sind Demonstrationen da! Genau dafür gibt es das Demonstrationsrecht nach Grundgesetz. Schon vergessen?

Also hört Euch gefälligst die Argumente und Forderungen Hunderttausender an und nehmt dazu Stellung!

Diese Diffamierung erinnert mich an die Zeit der Montagsdemonstrationen in Leipzig 1989. Die Innenstadt Leipzigs war voll mit hunderttausenden Menschen. Das war das Volk. Und in der „Aktuellen Kamera“ (das war in der DDR das Pendant zur heutigen „Tagesschau“), berichtete man dreist lügend von eingeschleusten Agenten und Krawallmachern aus der „BRD“, von Konterrevolutionären und Feinden der Arbeiterklasse. Geglaubt hat das auch damals (fast) keiner.

 

 

Es ist also damit zu rechnen, dass die Diffamierung regierungskritischer Demonstranten weitergehen wird. Zum einen durch ausgiebige Verleumdung in den Medien als auch durch schrittweise Einschränkung des Demonstrationsrechts und zwar unter allen möglichen Vorbehalten. Die Corona-Grippe kommt da sehr zu passe!

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