Nach der Großdemonstration vom letzten Samstag, 29.08.2020 in Berlin, sind 3 Tage vergangen. Die richtige Zeit um die Ereignisse mal unaufgeregt zusammenzufassen.

Es war schon eine beeindruckende Kundgebung. Als ich am Brandenburger Tor ankam und sich mir der Blick auf die Straße des 17. Juni auftat: Wow! Diese Menschenmassen! Und die aller-aller-meisten Menschen kamen aus der Mitte der Gesellschaft. Alt und Jung, Familien mit Kindern, religiöse Menschen, Menschen aus vielen Ländern Europas und der Welt und aller Hautfarben. Sie waren absolut friedlich und gut gelaunt. Den Anweisungen der Veranstaltungsleitung bezüglich der Hygienebestimmungen wurden diszipliniert Folge geleistet. Teilweise auch etwas zähflüssig, wie eine Menschenmenge eben so ist. Auf jeden Fall Danke und Respekt!

Ich konnte feststellen, dass (bis auf einzelne Ausnahmen) keine Bekenntnisse zu politischen Parteien bekundet wurden, was eigentlich auch nicht verwundert, denn  der Sinn dieser Demonstration war es ja, die Einheits-Politik dieses Parteienkartells, insbesondere die Corona-Maßnahmen, zu kritisieren. Dazu konnte man eine Vielzahl von Transparenten sehen.

Sehr originell waren Plakate, auf denen etliche Regierungspolitiker in Sträflingskleidung dargestellt waren. Es sollte wohl daran erinnern, dass diese selbst gegen Gesetze verstoßen haben und das Volk belügen.

Andere Plakate stimmten machten bewusst, wie jetzt Begriffe umgedeutet werden, z. B.:

„Kritik heißt jetzt Hass“- „Diktatur heißt jetzt Neue Normalität“ – „Unterwerfung heißt jetzt Vernunft“ – „Zensur heißt jetzt Faktencheck“ – „Pharmalobbyist heißt jetzt Gesundheitsexperte“

Am interessantesten waren jedoch die Beiträge der Redner auf der Tribüne an der Siegessäule. Diese wiederzugeben ist mir hier nicht möglich, aber ich kann nur empfehlen, sich diese mal im Internet herauszusuchen und anzuhören.

Anders als das parteipolitische “Staatsfernsehen” vermittelt auch das folgende Video mit Jeannette Auricht MdA und Kristin Brinker MdA einen Eindruck von dieser Demo für Demokratie und Freiheit, die an die Stimmung von 1989 erinnert.

Für Freiheit und Demokratie. Erinnerungen an 1989 werden wach:

Für Freiheit und Demokratie, Erinnerungen an 1989 werden wach:#b2908 #Berlin2908 #berlinerfreiheit #Berlin

Gepostet von AfD Bezirksverband Marzahn-Hellersdorf am Sonntag, 30. August 2020

 

Ja, es wurden von Demonstranten auch schwarz-weiß-rote Flaggen gezeigt, deren Zahl im Verhältnis zur Gesamtzahl der Teilnehmer jedoch verschwindend gering war. Wie nicht anders zu erwarten, wurden von den Medien hauptsächlich diese Teilnehmer gezeigt, um die gesamte Demonstration als „Aufmarsch von Nazis“ darzustellen. Das ist eindeutig falsch. Doch es ist der durchschaubare Versuch, die Bürger von Demonstrationen fernzuhalten und letztendlich alle regierungskritischen Demonstrationen zu unterbinden. Nach dem Motto: „Wer mit Nazis demonstriert ist selbst einer!“ Was für ein Quatsch! Ich folge dem Thema der Organisatoren und nicht irgendwelchen Mitläufern.

Leider, leider bekamen die Medien wieder mal ihre gewünschten Propagandabilder. Genau wie vor einiger Zeit bei dem Trauermarsch in Chemnitz. Begreifen denn diese „Nationalhelden“ nicht, dass sie damit die gesamte Veranstaltung verunglimpfen? Oder ist es gar Absicht?

Also bitte! Wenn Ihr das nächste Mal unbedingt irgendein Regierungsgebäude „stürmen“ müsst, dann macht das bitte auf Eurer eigenen Demo!

 Obwohl der “Sturm auf den Reichstag” irgendwie auch komisch wirkte. Da gibt es dieses Video mit einem Polizisten, der wie Chuck Norris irgendwelche Schattenboxübungen macht. Ein Gegner ist nicht wirklich zu sehen, nur manchmal abwehrende Hände von Demonstranten. Verletzt wurde an dieser Stelle – soweit ich weiß – bei dem „Sturm auf den Reichstag“ niemand und von Sachschäden ist ebenfalls nichts bekannt. Warum redet man dann bei dem Gefuchtel von “Gewalt”?

Aber zugegeben, in der Haut der besagten Polizisten möchte ich nicht gesteckt haben. Es war immerhin eine Situation, die so nicht hätte sein müssen.

Was auch nicht hätte sein müssen, ist die brutale Festnahme einer Demonstrantin, von der mehrere Videos viral im Netz gingen. Mal sehen, ob Herr Steinmeier auch diese „Helden“ ins sein Amt einlädt um sie zu ehren. Alles Gute für das Befinden dieser tapferen Frau!

Schreibe einen Kommentar