Hunger in Berlin?

Hab ich doch heute mal nebenbei die Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses laufen lassen – nebenbei.

Bei einem Redner musste ich dann aber  aufhorchen. Er sprach da von Kindern, die nichts zu Essen haben, kein Frühstück, kein Mittag, die sich vor Hunger in der Schule nicht auf das Lernen konzentrieren können. Diese Kinder leiden, wenn sie ihre Mitschüler Pausenbrote und warmes Mittagessen einnehmen sehen. Hunger tut weh! Eine Frau weiß von einem Mädchen zu berichten, dass vor Hunger ohnmächtig geworden ist.

Ich frage mich, über welches Kriegsgebiet oder welche Krisenregion, über welches Entwicklungsland spricht der Mann? Gab es eine neuerliche Naturkatastrophe irgendwo in der Welt oder spricht er über das Mittelalter?

Nichts von alledem. Es geht um Berliner Schulen des Jahres 2019! Hä?

Jetzt höre ich aber mal genauer zu und folge der Debatte. Irgendwer will offensichtlich gegen diese Hungersnot in Deutschland vorgehen und kostenloses Schulessen einführen. Andere plädieren dafür, dass Eltern doch bitte selbst ihre Bälger sättigen sollen. Wieder andere haben nur Sorge, ob das Schulessen auch voll Bio und nachhaltig und gesund ist.

Mich beschäftigt bei diesem Thema etwas ganz anderes: Wie konnte die Not im Lande der „sprudelnden Steuereinahmen“, der Billionen-Bürgschaften für andere Länder und Milliardenausgaben für Zuwanderung so groß werden, dass Kinder hungern und der Staat beschließen muss, Almosen an Familien für Nahrungsmittel zu verteilen?

Ein Herr von der AfD gibt mir die Antwort: Gerade wegen der sprudelnden Steuereinnahmen! Weil die Steuer- und Sozialabgaben in Deutschland so extrem hoch sind, bleibt für viele Geringverdiener nicht mehr genug Geld für ordentliches Essen für ihre Kinder.

Ist das nicht irgendwie absurd? Man quetscht die Bürger aus bis zum Gehtnichtmehr und gewährt ihnen dann Almosen für ihre Grundbedürfnisse von dem von ihnen selbst erwirtschafteten Geld?

Also doch Mittelalter.

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